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#10 Tage – In zehn Tagen um die Welt

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“Mal kurz die Welt erobern“ ist Christoph Karraschs Motto auf seiner Reise um den Globus in 10 Tagen. Über seine Erlebnisse berichtet der Blogger und Journalist in seinem Buch #10Tage: In zehn Tagen um die Welt.

Genauer gesagt bereist er in dieser kurzen Zeit natürlich nicht die ganze Welt, sondern fünf Städte auf fünf Kontinenten. Sowohl die Ziele als auch die Aktivitäten vor Ort bestimmen seine Follower, die noch während er unterwegs ist, darüber abstimmen.

Es ist eine Reise für alle. Obwohl es ursprünglich sein Wunsch war, macht Christoph diesen Trip vor allem für seine Fans. Eine seiner häufigsten Fragen während der zehn Tage lautet daher auch: Wo gibt es hier Internet? Tatsächlich verbringt er viel Zeit online, schneidet zwischendurch Videos, postet Fotos und erwartet gespannt die Ergebnisse der Votings: Meerschweinchen essen in Lima? SkyJump in Auckland? Freiwilligenarbeit in einem Township in Kapstadt? Die Wahl liegt nicht bei ihm. Auf diese Fremdbestimmung muss man sich einlassen können. Für mich wäre das nichts, umso mehr bewundere ich Christoph dafür. Ebenso dafür wie er es schafft, mit dem ständigen Zeitdruck umzugehen ohne durchzudrehen. Die Zeit reist mit ihm wie ein mürrischer Begleiter. Direkt am 1. Tag fängt er an die Stunden zu zählen und hat prompt Pech: Sein erster Flug hat Verspätung.

Eine Reise um die Welt in zehn Tagen bedeutet eben auch Stress und Anstrengung. Dazu kommt noch, dass Christoph sich einen Virus eingefangen hat. Er fühlt sich beschissen und denkt daran abzubrechen. So schleppt er sich dann durch Lima und Las Vegas und erst an seiner dritten Station – Neuseeland – hat man das Gefühl, dass er die Reise endlich genießen kann. Kein Wunder, denn natürlich schicken ihn seine Follower auch zum Hobbiton Set nach Matamata. Achtung Spoiler: Wenn Christoph seine Enttäuschung darüber schildert am Set nichts wiederzuerkennen, da er es nie geschafft hat sich Peter Jacksons Herr der Ringe Filme anzusehen, platzt einem als wahrer Mittelerde-Fan fast der Kragen.

Christophs Weg führt ihn weiter über Kathmandu bis zu seiner letzten Station: Kapstadt. Eine schöne Ergänzung zu seinen Erlebnissen sind dabei die Einblicke in alte Legenden und mythische Geschichten der Orte, wie zum Beispiel die neuseeländische Version von Romeo und Julia. Für den Leser sind sie wie kleine Ruheoasen inmitten dieses irrwitzigen Reise-Marathons. Bei dieser extremen Art zu reisen gibt es kein Zeitfenster für einen Spaziergang ohne Ziel oder die Erinnerung an einen schönen Moment, da die Gedanken bereits am nächsten Ort sind. Umso schöner ist es dann auch zu lesen, dass Christoph irgendwann letztlich doch in der Welt ankommt und den digitalen Raum sogar für einen Moment vergisst.

Ich konnte beim Lesen meine Umgebung vergessen und mich gemeinsam mit Christoph auf die Reise begeben. Das ist die Macht eines guten Buches. Es war eine lustige, aufregende, intensive und neue Erfahrung. Den Autor würde ich gerne fragen, ob er sich noch einmal auf so einen Trip begeben würde. Und ich würde ihm gerne neun Stunden Zeit schenken. Es gibt drei Filme, die er unbedingt sehen muss.

Themen:

Weltreise, Abenteuer

Lesetipp für:

Abenteuerlustige, die sich für einen spannenden und ebenso verrückten Trip über 5 Kontinente begeistern.

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