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Ein Wochenende in Tübingen

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Stocherkähne gleiten über den Neckar, Studenten sitzen auf der Ufermauer und dahinter erhebt sich der mittelalterliche Stadtkern mit seinen heimeligen Gassen. Farbenfrohe Fassaden und historische Fachwerkhäuser, die mit Blumen geschmückt sind, schaffen das so märchenhafte Bild von Tübingen.

Kleine Städte machen glücklich. Städte zum Genießen und Runterkommen. Tübingen ist dafür ideal und bezaubert natürlich zudem mit einer traumhaften Altstadt. Aber nicht nur deswegen mag ich die Stadt am Neckar so gern. Es gibt Orte, mit denen uns eine besondere Sympathie bzw. Beziehung verbindet. Wir ordnen sie bestimmten Phasen unseres Lebens zu, haben sie mit ganz besonderen Menschen erlebt oder sie für eine gewisse Zeit unser Zuhause genannt. Meine Schwester hat in Tübingen studiert, daher spielt die Stadt in ihrem Leben natürlich eine wichtige Rolle. Und somit auch in meinem. Während ihrer Studienzeit habe ich sie oft besucht und viele schöne Mini-Urlaube in Tübingen verbracht.

Bei meiner Rückkehr nach einigen Jahren wird mir klar: Ich habe Tübingen viel zu verdanken. Die Stadt hat meine Schwester sehr glücklich gemacht und auf weitere Abenteuer vorbereitet, und auch mir viele schöne (gemeinsame) Momente geschenkt. Daher wird Tübingen immer etwas Besonderes sein…

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Tübingen an einem Wochenende

Es folgen einige meiner Highlights, die Ihr in Tübingen an zwei Tagen erleben könnt.

Sich durch die Gassen treiben lassen

Tübingen entdeckt man natürlich am besten zu Fuß, weit sind die Wege hier nun wirklich nicht. Dafür aber sehr hügelig. Bei einem gemütlichen Bummel kann man viele Details entdecken. Besonders hübsch ist es z.B. beim Nonnenhaus oder in der Ammergasse, eine der ältesten Straßen Tübingens. Hier führen kleine Brücken über die Ammer zu Geschäften und Cafés.

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Mittelalterfeeling einsaugen

Wenn man den Blick über die Häuserfassaden am Holzmarkt oder das bunte Rathaus schweifen lässt, kann man die Cafés und Geschäfte direkt vergessen und sich vorstellen, wie die Stadt im Mittelalter aussah. Nämlich genauso!

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Spaziergang zum Schloss Hohentübingen

Der Aufstieg lohnt sich, denn oben wartet ein schöner Blick über die Stadt. Was für mich auch bei keinem Besuch fehlen darf ist ein Besuch der Abguss-Sammlung des Museums (#Kunstliebhaber).

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DEN Tübingen-Blick genießen

Wo? Natürlich auf der Neckarbrücke. Typisch für Tübingen ist selbstverständlich auch eine Fahrt mit dem Stocherkahn, bei der man die vielleicht schönste Sicht auf die Stadt hat. Das geht ganz romantisch nur zu zweit oder in einer größeren Gruppe. Auf dem Kahn darf sogar gegrillt werden oder man hält kurz beim Italiener an und lässt sich Pizza reichen.

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Goethes Spur verfolgen

Johann Wolfgang von Goethe war bei seinem Besuch in Tübingen 1797 von der Stadt leider nicht besonders begeistert. Vielleicht fehlte ihm auch der richtige Blick (siehe Foto). Heute verweisen zwei Schilder in der Münzgasse auf seinen Aufenthalt in dem Haus des Verlegers Johann Friedrich Cotta. Über Tübingen schrieb Goethe:

“Die Stadt an sich selbst hat drei verschiedene Charaktere, der Abhang nach der Morgenseite, gegen den Neckar zu, zeigt die großen Schul-, Kloster- und Seminariengebäude, die mittlere Stadt sieht einer alten, zufällig zusammengebauten Gewerbestadt ähnlich, der Abhang gegen Abend, nach der Ammer zu, sowie der untere flache Teil der Stadt wird von Gärtnern und Feldleuten bewohnt und ist äußerst schlecht und bloß notdürftig gebaut, und die Straßen sind von dem vielen Mist äußerst unsauber.“

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Tübingen kulinarisch erleben

Ein lauer Sommerabend ist ideal, um ihn im Neckarmüller zu verbringen. Hier sitzt man direkt am Neckar und genießt die lockere Atmosphäre im Biergarten zusammen mit dem Blick auf die vorbeifahrenden Kähne. Einen schönen Blick auf den Fluss und die Neckarinsel bietet auch die Terrasse des Eiscafés La Dolce Vita in der Neckargasse. Zu leckeren Käsespätzle und Maultaschen lädt die Tübinger Wurstküche am Lustnauer Tor. Auch hier sitzt man gemütlich draußen im Garten unter Bäumen. Das kulinarische Highlight Tübingens gibt es allerdings woanders. Studenten lieben ihn und treffen sich gerne am X in der Kornhausstraße, denn hier bekommt man den besten Burger der Stadt (manche sagen sogar weltweit!).

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Kennt Ihr Tübingen oder habt vielleicht sogar dort studiert? 🙂


 

8 Kommentare

  1. Liebe Steffanie, sehr schöner Artikel mit wunderbaren Bildern. Tübingen steht schon länger auf meiner Liste und ich sehe, dass ich dort unbedingt hin muss. Wie man sieht, gibt Tübingen viele schön Motive her und ich habe jetzt richtig Lust, dort auf Entdeckungstour zu gehen. LG, Ricarda

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  2. myrecipia blog sagt

    Was ist mit der Ausstellung im Stadtmuseum über die singende Fönwelle Dieter Thomas Kuhn? Gibt’s die noch?

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  3. Deine Fotos sind wirklich wunderschön! 😃
    Ich war ein paar mal in Tübingen, und mag die Stadt auch sehr. Gerade wegen ihrem mittelalterlichen Look und den hübschen engen Gassen. Könnte glatt wider hin. Zuletzt habe ich die Stadt 2015 besucht. Und davor im Jahre, 2012 den Int. Schokoladenfestival der dort stattfindet. 😊

    Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

    • Danke Dir! 😊 Das Schokoladenfestival ist bestimmt toll, da war ich bisher nicht. Vielleicht schaff ich das nochmal. Liebe Grüße 🙂

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