Der Havelhöhenweg: Ein Berliner Naturparadies

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Das Wochenende ist perfekt für kleine Auszeiten. Schon ein kurzer Ausflug kann zum Abenteuer werden und dem Alltag durch neue Eindrücke einen etwas bunteren Anstrich verleihen. Zum Glück sind in Berlin zahlreiche Ausflugsziele oft nur eine S-Bahnfahrt entfernt. Besonders idyllisch ist der Havelhöhenweg am Rand von Berlin, den wir uns für diesen Frühlings-Sonntag vorgenommen haben.

Wandern auf dem Havelhöhenweg

Wir fahren mit der S-Bahn bis Pichelsberg und stoßen bald auf die Stößenseebrücke. Hier startet der etwa 10km lange Wanderweg, der uns vom Stößensee bis zum Wannsee führen wird. Wir haben die Stadt verlassen und wandern von nun an durch ein Naturidyll, das der Frühling in diesen Tagen fest im Griff hat. Meistens geht es direkt am Wasser entlang, es führen aber auch immer wieder Wege in den Wald hinein. Bis zu 35m gilt es zu überwinden, Treppensteigen also inklusive. Ständig begleitet werden wir von dem Blick auf die Havel.

Wir kommen an vielen Badestellen vorbei, die an diesem schönen Tag schon sehr gut besucht sind, trauen uns aber erstmal nur mit den Füßen ins Wasser. Auch verhungern muss man nicht, auf dem Weg liegen einige Restaurants. Außerdem treffen wir auf Segel- und Surfschulen am Ufer und viele schöne Ausflugsziele wie etwa die Insel Lindenwerder, auf die man mit einer Personenfähre übersetzen kann (hier befindet sich ebenfalls ein Restaurant). Immer wieder kommen uns Radfahrer und Spaziergänger mit ihren Hunden entgegen.

Wir kehren schließlich im Biergarten am Grunewaldturm ein, den wir eher zufällig entdecken. Umso mehr freuen wir uns, diesen besonderen Ort und vielleicht idyllischsten Biergarten Berlins gefunden zu haben. Die Lichtung zu Füßen des 55m hohen gotischen Backsteinbaus gibt einen herrlichen Panoramablick auf den Wannsee frei. Eine Band spielt Oldies auf der kleinen Freilichtbühne. Hier zu sitzen, fühlt sich an wie Urlaub machen. Urlaub in der eigenen Stadt.

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Die Musik begleitet uns dann auch, als wir zur Aussichtsplattform des Grunewaldturms hinaufsteigen (Eintritt 4€). Der Ausblick könnte an diesem Tag nicht schöner sein: Der Himmel ist fast wolkenfrei, die Bäume tragen endlich ihr neues grünes Kleid und auf dem Wasser ziehen zahlreiche Segelboote ihre Runden. Die ehemalige Abhörstation auf dem nahen Teufelsberg ragt aus dem weiten Grün heraus, dahinter zeichnet sich die Skyline von Berlin ab. Hier oben werden mir erst die wahren Ausmaße des Grunewaldes bewusst und wieder einmal denke ich, in was für einer tollen Stadt wir doch leben!

Wir lösen uns von diesem Anblick und treten die zweite Etappe des Weges an, die uns teilweise durch den Wald und am Ufer entlang schließlich zum Strandbad Wannsee führt, dem Ziel unserer Wanderung. Wir haben auf diesen 10 Kilometern die ideale Entspannung gefunden, die Flucht aus der Großstadt hinein in die Natur ist geglückt! Der Havelhöhenweg ist ein gemütlicher Spazierweg, mit vielen Infotafeln versehen und hält zahlreiche schöne Plätze bereit perfekt für eine kleine Auszeit zwischendurch.

Weitere Informationen zur Strecke und den einzelnen Stationen des Havelhöhenweges findet Ihr hier.

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