Eine Fototour durch Prag – inklusive Tipps

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In der Prager Altstadt laufen die Uhren langsamer. Obwohl wir überall von Touristen umgeben sind, strahlt sie eine umfassende Ruhe aus. Wir treiben durch die mittelalterlichen Gassen, entdecken bunte Shops und Cafés auf den Plätzen der Stadt und fühlen uns wirklich wie im Freilichtmuseum.

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Schwäne ziehen majestätisch über das Wasser, während der Blick von der Karlsbrücke zum Nationaltheater und hinauf zur Prager Burg wandert. Dazwischen tauchen immer wieder bunte Tupfer auf. Es ist Herbst in Prag und die Bäume entlang der Moldau wechseln ihre Farbe. Auch wenn die befahrbare Strecke innerhalb der Altstadt nur kurz ist, lohnt sich die Fahrt mit dem Ausflugsschiff. Schon allein, um den Besucherströmen zu entkommen und die Schönheit der Brücken und Gebäude am Ufer der Moldau in Ruhe auf sich wirken zu lassen.

Prag ist eine Stadt für Romantiker und Genießer. In ihren schmalen Gassen locken überall kleine Cafés und Restaurants.  Natürlich gehören auch die obligatorischen Pferdekutschen zum Stadtbild. Die vielen Schwäne, die in Prag zu Hause sind, haben sich an die schaulugstigen Touristen gewöhnt, die sie gekonnt ignorieren. Nicht zu ignorieren sind allerdings die Massen, die sich über die Karlsbrücke bewegen. Unübersehbar ist die Brücke DER Instagram-Spot Nr.1 in Prag. Die imposanten Brückentore mit dem dahinterliegenden Panorama aus Kirchtürmen und Häuserdächern scheinen den wenigsten aufzufallen. Wer jedoch einen Moment innehält, genießt einen tollen Blick über die Stadt und den Fluss, begleitet vom Geigenspiel junger Musiker.

Ein echtes Kunstwerk des alten Prag ist auch die Rathausuhr, eine astrologische Uhr aus dem 15. Jahrhundert. An ihr lassen sich nicht nur die Uhrzeit, sondern auch die Tage, Monate und der Stand des Mondes ablesen. Zu jeder vollen Stunde sind die 12 Apostel oberhalb des Ziffernblattes zu sehen. Nicht weit vom Rathaus und dem Altstädter Ring entfernt, erzählt das Jüdische Viertel die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Prag.

Einen weiten Blick über die Stadt bietet sowohl der Altstädter Brückenturm auf der Karlsbrücke als auch Prags kleiner Eiffelturm, der Petřín. Der 1891 errichtete Turm ist über zwei Wendeltreppen zu besteigen. Zu seinen Füßen befindet sich eine grüne Ruheoase mit Spiegelkabinett, einem Rosengarten und einem Observatorium. Den Weg hinauf zum Berg Petřín und auch wieder hinunter erleichtert die historische Standseilbahn.

Wie ein Ausflug in einen fern gelegenen Ort fühlt sich der Besuch der Prager Burg an. Der höhergelene Komplex beherbergt u.a. den Veitsdom und das Goldene Gässchen. Hier versuchten Alchimisten einst, künstliches Gold herzustellen. Einige Jahrhunderte später, zwischen 1916 und 1917, bewohnte Franz Kafka das Haus mit der Nr.22. Nach 16 Uhr im Winter und 17 Uhr im Sommer ist der Eintritt in die Gasse frei.

Flaniert man durch die Straßen und schmalen Gässchen der Stadt, gibt es dabei vieles zu entdecken. Bücherfreunde sollten unbedingt dem Ouky Duky Coffee einen Besuch abstatten. Hier kann man Kaffee und Pallatschinken in der verstaubten Atmosphäre eines Antiquariats genießen und sich anschließend durch die Bücherstapel wühlen. Eine große Auswahl findet man auch bei Shakespeare & Sons. Street Art Fans pilgern zur John Lennon Wall. Seit den 80er Jahren sind hier immer neue, durch den Musiker inspirierte Graffitis zu sehen.

Das historische Fleků, einst legendärer Treffpunkt der Ostdeutschen, zählt zu den meistbesuchten Restaurants in Prag. Für einen Tisch im Biergarten muss man daher auch schonmal eine halbe Stunde warten  mindestens. Das hauseigene Bier, Gerüchten zufolge das beste Bier Tschechiens, wird hier seit über 500 Jahren gebraut. Sehr begeistert hat mich auch das Schwarze Theater, eine Kombination aus Pantomime und Lichteffekten. In Prag gibt es mehrere Schwarze Theater, die täglich Vorstellungen bieten.

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