Bremen: 15 Aktivitäten, die Du in der bunten Hansestadt machen kannst

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Bremen war für mich die größte Überraschung in diesem Reisejahr. Mein letztes Ziel für den November sollte eine deutsche Stadt sein, nicht zu groß aber auch nicht zu klein. Hübsch und gemütlich, viel mehr Erwartungen hatte ich nicht. In der Hansestadt habe ich all das gefunden, und noch so viel mehr.

Bremen zählte bis vor einigen Wochen nicht zu den Städten, die ich unbedingt einmal besuchen wollte. Ich wusste ehrlich gesagt recht wenig über die Stadt – umso mehr hat sie mich umgehauen. Denn Bremen ist wunderschön, zuckersüß und wie man hier in Norddeutschland sagt, einfach muggelig.

Die Stadt ist seit 1358 Hansestadt. Der Reichtum der Kaufleute von damals ist noch heute zu sehen, zum Beispiel an den hübschen Villen entlang der Weser. Die Häuser im Stil englischer Townhouses weckten in mir sehr oft das herrliche Gefühl, als würde ich gerade durch Notting Hill oder Kensington spazieren. Allein dafür muss man diese Stadt lieben. Bremen ist aber noch viel mehr und weiß auch mit moderner Architektur zu überzeugen, etwa im Technologiepark oder der Neuen Hafenstadt. Alte Speicher werden hier zu neuen Wohn- und Büroräumen umfunktioniert.

Bremens Altstadt könnt ihr gut an einem Wochenende erkunden. Wenn ihr ein bisschen mehr Zeit mitbringt, lernt ihr alle Facetten der Stadt ganz gemütlich kennen.

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15 Aktivitäten, die du in Bremen unternehmen kannst

1. Die Bremer Stadtmusikanten besuchen

Als Heimat der Bremer Stadtmusikanten ist Bremen eine wichtige Station auf der Deutschen Märchenstraße. Erinnert ihr euch an das Märchen der Gebrüder Grimm? Der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn laufen von zu Hause fort, weil sie ihren Besitzern zu alt sind. So schmieden sie den Plan, nach Bremen zu gehen, um Stadtmusikanten zu werden. Dort kommen sie allerdings nie an, da sie auf dem Weg eine Räuberbande aus deren Haus vertreiben und schließlich alle zusammen dort bleiben.

In der Stadt trifft man die Vier an vielen Orten, mal zusammen und mal einzeln. Die bekannteste Skulptur befindet sich am Bremer Rathaus. Man sagt es bringt Glück, die Vorderhufe des Esels zu umfassen!

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2. Das Schnoorviertel entdecken

Ein bisschen krumm, ein bisschen schief und einfach zuckersüß ist es im Schnoor, dem ältesten Viertel von Bremen. Die Häuser sind alle so schmal gebaut, weil früher die zu entrichtenden Steuern nach der Häuserbreite berechnet wurden. Also hat man lieber schmal und hoch gebaut. Heute beherbergen die schmalen mittelalterlichen Gassen kleine Cafés, Handarbeitsläden und Künstlerateliers.

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3. Handgemachte Bonbons probieren

Pfefferminz-Babbeler sind die älteste Süßigkeit Bremens, die noch immer (seit 1886) nach Originalrezept produziert wird. Diese und andere Leckereien werden in der Bremer Bonbon Manufaktur im Schnoorviertel per Hand hergestellt. In dem großen Schauraum kann man dabei zusehen oder bei Workshops sogar eigene Bonbons herstellen. Ein zweites kleineres Geschäft gibt es in der Böttcherstraße.

4. Christmas Shopping im Weihnachtshaus

Wer keinen Kitsch mag, lässt diese Bremer Attraktion lieber aus. Alle anderen lassen sich im Weihnachtshaus im Schnoorviertel das gesamte Jahr über in Weihnachtsstimmung versetzen. Auf zwei Etagen funkelt und glitzert es hier, dass es nur so knallt. Von der Decke hängen Christbaumkugeln in allen möglichen Variationen und ein Weihnachtsbaum steht hier natürlich auch rund um die Uhr. Na dann Merry Christmas!

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5. Den Dom besichtigen

Die schlanken Türme des St. Petri Doms sind schon von Weitem zu sehen. Dementsprechend imposant sind sie dann auch, wenn man direkt vor dem Eingang des Kirchenbaus steht. Seine Erscheinung setzt sich aus gotischen,  romanischen und modernen Elementen zusammen. Im Inneren sind die schönen Glasmalereien sehenswert. Bei meinem Besuch im November war eine Turmbesteigung leider nicht mehr möglich. Von oben soll man aber einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt genießen können, da keine hohen Gebäude die Sicht versperren.

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6. Einkaufen in der Böttcherstraße

Ziemlich versteckt liegt der Eingang zur Böttcherstraße, der Verbindung zwischen dem Bremer Marktplatz und dem Weserufer. In der schmalen Gasse stehen sich expressionistische Backsteingebäude gegenüber, die größtenteils in den 1920er Jahren entstanden sind. Hier kann man u.a. viele kunstvolle Details entdecken, in schicken Kunsthandwerksläden einkaufen und ein Patrizierhaus aus dem 16. Jahrhundert besichtigen.

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7. Eine Stadtrundfahrt machen

Es gibt viele Möglichkeiten, um Bremen im Rahmen einer Stadtrundfahrt kennenzulernen, zum Beispiel in einer kleinen Bimmelbahn oder auf dem Schiff. Ich habe mich bei meinem ersten Besuch in der Stadt für eine Bustour entschieden, um auch den Technologiepark und die Überseestadt zu sehen.

Die Bremer Touristik-Zentrale hat mich freundlicherweise zu dieser Stadtrundfahrt eingeladen.

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8. Den Rathausplatz bewundern

Auf Bremens Rathausplatz ist man, wie auch in der gesamten Altstadt, schnell überfordert. Zu viele prächtige Gebäude umgeben einen hier; allen voran das hübsche Rathaus mit aufwendig verzierter Fassade im Weserrenaissance-Stil. Es wurde nie zerstört und zählt heute zum UNESCO Weltkulturerbe.

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9. Einen Spaziergang am Weserufer machen

Am Nordufer der Weser lädt eine breite Promenade zum Schlendern, Joggen und Radfahren ein. In den Sommermonaten lockt die sogenannte “Schlachte“ mit leckeren Schlemmer-Ständen und dem großen Antik- und Trödelmarkt (immer samstags, März-November). Außerdem liegt hier ein ganz besonderer TV-Star vor Anker, die “Alexander von Humboldt“. Das Segelschiff ist aus zahlreichen Beck’s-Werbespots bekannt  das Bier wird übrigens in Bremen gebraut  und wird heute als Hotel und Restaurant genutzt.

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10. Entdecken & Staunen im Überseemuseum

Im Bremer Überseemusem warten fremde Kontinente und Kulturen darauf, entdeckt zu werden. Neben Ozeanien, Afrika und Amerika entstehen besonders in Asien mithilfe zahlreicher toller Ausstellungsstücke kleine Welten, in denen man sich wie vor Ort fühlt. Fernweh ist hier garantiert. Neben der Geschichte der einzelnen Kontinente und ihrer Tier- und Pflanzenwelt (in Asien kann man den Regenwald bei Nacht erleben) beschäftigen sich die interaktiven Ausstellungen auch mit sehr modernen Themen wie Kommunikation und Globalisierung.

Das Überseemuseum hat mich freundlicherweise zu diesem Besuch eingeladen.

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11. Eine Asienreise in der botanika Bremen

Die Entdeckerwelt botanika Bremen ist Teil des großen Rhododendronparks und lädt zu einer spannenden Tour durch Asien ein. Am Eingang erhält jeder Besucher einen Reisepass. So kann man sich in den Gewächshäusern einen Spaß daraus machen, den Pass in jedem Land zu stempeln. Von Borneo und Neuguinea geht es über Tibet nach Myanmar und Nepal. Im Himalaya kann man unter einem Wasserfall hindurch laufen, einen schlafenden Buddha entdecken oder Gebetsmühlen drehen. Achtung: Nicht-Gläubige müssen zweimal drehen!

Neben dem Rauschen des Wasserfalls wird man dabei auch stets von exotischem Vogelgezwitscher und dem Duft fremdartiger Blumen begleitet. Außerdem trifft man unterwegs auf Kois und flinke Weißhandgibbons. Die Tour endet schließlich ganz traditionell mit einer kleinen Teezeremonie. Im Entdeckerzentrum der botanika lernen vor allem Kinder spielerisch die Tier- und Pflanzenwelt kennen. Teilweise wie ein Labor konzipiert, können sie hier allerhand ausprobieren, fühlen und erforschen.

Die botanika Bremen hat mich freundlicherweise zu diesem Besuch eingeladen.

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12. Einen Spaziergang durch die Wallanlagen machen

Wo sich früher die Bremer Stadtmauer befand, führt heute ein schöner Spazierweg am Wasser entlang. Zu einer etwas längeren Pause lädt das Café in der Herdentorsmühle, einer von 12 noch verbliebenen Mühlen der Stadt. Wenn der Stadtgraben im Winter manchmal zugefroren ist, gehen die Bremer hier ihrer angeblich nach dem Radfahren zweitgrößten Leidenschaft nach, dem Schlittschuhlaufen.

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13. Zwergesel im Bürgerpark besuchen

Der Bremer Bürgerpark ist eine Mischung aus Stadtpark und Wald und hat mich mit seinen hübschen Brücken, Seen und Brunnen sehr an den Central Park in New York erinnert. Bei schönem Wetter kann man hier sicher einen ganzen Tag verbringen und auf einer der Liegewiesen entspannen, eine Bootstour unternehmen oder Zwergesel, Schweine und Alpakas im Kleintiergehege besuchen. Auf den Naturwiesen grasen Schafe und wer ganz viel Glück hat, entdeckt sogar ein paar freilebende Rehe.

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14. Cupcakes im süßesten Café Bremens essen

Das Cookies Cupcakes Café im “Viertel“ ist wohl das mit Abstand süßeste Café von Bremen. Ein Ort für Zauberfeen und Einhörner und alle, die eine große Portion gute Laune brauchen. Denn hier ist alles pink, an den Wänden hängen bunte Schilder im Retro-Stil und man bestellt abgefahrene Kaffeekreationen mit bunten Toppings zu Cupcake und Kuchen. Dazu laufen Songs von Elvis und den Beach Boys. Mehr Glücksgefühl geht nicht.

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15. Eine Street Art Tour im “Viertel“

Das “Viertel“ ist so etwas wie der Prenzlauer Berg Bremens, nur alternativer. Wo sich in Berlin schon vieles hin zu teuren Eigentums- oder Airbnb-Wohnungen und großen Ketten statt originellen Geschäften und Cafés bewegt, gibt es sie in Bremens Szeneviertel noch zahlreich: die coolen Cafés, Kneipen und unabhängigen Shops.

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Besonders gemütlich ist es im Wohnzimmer am Ostertorsteinweg, sehr pink und süß hingegen im Cookies Cupcakes Café nebenan. Man hat das Gefühl hier kennt jeder jeden. So familiär geht es auch in der Georg Büchner Buchhandlung zu, wo viele Leseexemplare und Kaffee in der Leseecke zum Schmökern und Genießen einladen.

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1 Kommentare

  1. corinnaweber

    Ich mag Bremen auch sehr und empfehle es immer, wenn mich internationale Gäste fragen, welche Städte man bereisen soll. 🙂 Die Bremer Shakespear Company ist übriegens toll und spielt im Sommer immer im Park! Ein must do für nächsten Sommer! LG Corinna

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